GER vs. USA

Deutschland-USA 3:2

(20:25, 25:15, 25:10, 23:25, 15:10)

 

Rio de Janeiro, 12. September 2016

 

Was für eine Nervenschlacht im Riocentro 6 am Sonntagabend:Mit 3:2 setzen sich die deutschen Sitzvolleyballer in ihrem zweiten Gruppenspiel gegen die Mannschaft aus den USA durch.

Nachdem die Deutschen nervös begannen und der erste Satz überraschend verloren ging, schienen die Jungs von Chefcoach Rudi Sonnenbichler das Match in Satz 2 und 3 wieder in den Griff zu bekommen. Hier zeigten Wiesenthal & Co. endlich ihre wahre Stärke und dominierten die Nordamerikaner nach Belieben.

Dann drehten die Amerikaner im 4. Satz, nach einem großen Vorsprung des deutschen Teams, plötzlich wieder auf und das Match drohte doch noch zu kippen.

 

Auch der entscheidende Tiebreak zeigte mal wieder Licht und Schatten auf deutscher Seite: Trotz einer souveränen 8:3 Führung gelang es der Mannschaft nicht, diesen Satz sicher nach Hause zu bringen. Stattdessen stärke man den Gegner durch unnötige Eigenfehler und musste beim Stand von 10:10 sogar den Ausgleich hinnehmen. Erst danach bestimmte das deutsche Team wieder das Spielgeschehen und sicherte sich durch fünf Punkte in Folge diesen wichtigen Sieg.

 

„Am Anfang waren wir zu sehr gehemmt. Vor zwei Tagen haben wir schon einmal erlebt, dass ein sicher geglaubtes Spiel noch weggegangen ist. Als die Amerikaner plötzlich im vierten Satz wieder rankamen, wurden die Jungs ein bisschen nervös“, schildert Kapitän Heiko Wiesenthal das Match.

Der vermeintliche Aufbaugegner USA entpuppte sich als ernstzunehmendes Team. „Ich habe heute Mittag so einiges voraus gesagt“, erzählt Rudi Sonnenbichler. „Ich kenne die Mannschaft zu gut, ich kann die Jungs lesen. Sie sind so tief gefallen, das ist ganz schwierig, da wieder rauszukommen. Ähnlich wird es jetzt den Brasilianern gehen.“

Tatsächlich hat der letzte Gruppengegner Brasilien ebenso wie das deutsche Team überraschend mit 2:3 gegen Ägypten verloren – und das auch noch vor heimischem Publikum.

 

Damit ist das Spiel zwischen Deutschland und Brasilien am Dienstag um 20:30 Uhr zur brasilianischen Primetime (1:30 Uhr MESZ) ein echtes Endspiel – denn der Gewinner wird als Gruppenzweiter ins Halbfinale einziehen während der Verlierer ausscheidet. „Das wird jetzt unser einfachstes Spiel: Die Brasilianer haben viel mehr zu verlieren als wir und werden daher enorm unter Druck stehen. Allerdings werden die rund 8000 Zuschauer die Halle in einen Hexenkessel verwandeln, wodurch unserem Gegner eine lautstarke Unterstützung sicher sein wird“, prophezeit Sonnenbichler voraus.