Heintzi berichtet

 

 

 

12. Juni 2014

 

 

Für das deutsche Team gab es heute nur ein Motto: Wir wollen in Polen dominieren! 
Denn nachdem wir uns mit dem WM-Gastgeber auf ein Testspiel zur Mittagszeit einigten, wollten wir diesen unbedingt zeigen, dass sich das harte und schweißtreibende Training der letzten Tage gelohnt hatte. Doch als wir in den ersten beiden Sätzen des Öfteren von den Polen unter Druck gesetzt wurden (trotzdem wurden beide Sätze gewonnen), ließen wir uns ein neues Motto einfallen: gut gespielt, hart geschossen! Wie ein Rudel Wölfe über ein angeschossenes Rehkitz fielen wir fortan über unseren Gegner her. Am Ende stand dann ein souveräner 6:0 Erfolg. 
Am Nachmittag hatte dann, wie schon so oft, unser 'Tele-Jim' seinen großen Auftritt. Auf einer saftig grünen Wiese direkt am Fuße des 'Rio Elblag' stählten wir erneut mit perfekt choreographierten Kräftigungsübungen unsere prachtvollen Oberkörper. Nicht selten wurden die Spieler dabei vom tosenden Applaus und den lustvollen Blicken der (meist weiblichen) Spaziergänger begleitet. Einzig Geburtstagskind Stefan Hähnlein schien das Glück an diesem Tag nicht auf seiner Seite zu haben: Während er die Kraftübungen auf der Wiese routiniert absolvierte, tapste er etwas unbeholfen in ein Häufchen Hundekot... Doch das mitgebrachte Handtuch (Eigentum des Hotels) konnte diesen Fauxpas schnell wieder bereinigen... 

Wiedersehen des Tages: Als wir nach dem Polen-Spiel vor der Halle auf den Bus warten, schießt unserem Captain Alexander Schiffler plötzlich das helle Erleuchten in die Augen: Aus dem heranrauschenden Bus, der das US-Team zur Trainingshalle befördert, steigt völlig unverhofft seine Gattin (und US-Spielerin) Michelle Schiffler aus. Wie ein ausgehungertes Bison-Rind über ein Stück frisches Gras fällt er dabei über seine Frau her. Unter dem tosenden Applaus und den stehenden Ovationen der gesamten deutschen Mannschaft, des US-Teams und des Busfahrers küssen sich beide in tiefster Innigkeit und vergessen dabei fast, dass sie nicht alleine sind... So in etwa muss sich auch die Sehnsucht der Flingeraner (Fortuna Düsseldorf) anfühlen, seit 1933 endlich mal wieder einen deutschen Meistertitel zu gewinnen....