Heintzi berichtet

 

15. und 

16. Juni 2014

 

 

Nachdem mit der Familie Schmölders am Samstag unsere Ehrenfans eingetroffen waren, konnte die WM nun endlich am Sonntag für unser Team starten! 
Vor unserem ersten Spiel am Nachmittag, stand jedoch am Morgen noch eine kurze Trainingseinheit auf dem Programm. Dabei wurden nochmals die letzten Spielzüge einstudiert, so wie das Verhalten in der Feldabwehr verfeinert. Wir fühlten uns also bestens gewappnet für das Spiel gegen die Holländer...
Zu Beginn des Spiels merkte man unserem Team bereits eine gewisse Nervosität an, die dazu führte das wir einige vermeidbare Eigenfehler produzierten. Dennoch konnte der 1. Satz mit 25:18 gewonnen werden. Nach einem starken Beginn im 2. Satz kam plötzlich abermals Sand in das Getriebe des deutschen Spiels. So schien beim Stand von 24:20 für die Oranjes der Satzausgleich nur noch Formsache zu sein. Aber den Aufschlagqualitäten von Thomas Renger und der Tatsache, dass der Gegner in dieser Phase so unerfahren agierte wie ein neugeborenes Katzenbaby auf der Suche nach den Milchzitzen seiner Mutter, war es zu verdanken das wir diesen Spielabschnitt noch mit 27:25 für uns entscheiden konnten. Doch auch diese emotional starke Aufholjagd verhalf uns nicht zur erwünschten Sicherheit. Da die Mannen aus dem Land der Tulpen noch mehr Eigenfehler verübten als wir, stand am Ende ein 25:16 und damit ein schwer erarbeiteter 3:0 Erfolg. Allen Spielern war klar, dass wir so keine Chance im nächsten Gruppenspiel gegen die Russen haben würden... 

Hoch motiviert und angestachelt es auf jeden Fall besser machen zu wollen, reisten wir am Montagmorgen zum Match gegen die Sowjets. 
Mit der alt bekannten deutschen Art des Sitzvolleyballs, emotional und kämpfend, starteten wir furios ins Spiel und konnten damit ein kleines Punktepolster heraus spielen. Doch mit zunehmender Spieldauer wurden die deutschen Angriffe immer unsicherer. Und war man gegen Ende des Satzes immer wieder an den Russen dran, so verhinderte die hohe Quote der Eigenfehler einen möglichen Satzgewinn. Deshalb ging der 3:0 Sieg der Osteuropäer vollkommend in Ordnung (21:25, 19:25, 17:25). 
Nun geht es am Dienstag gegen Marokko darum den 2. Platz in der Gruppe zu erreichen und das damit verbundene Qualifikationsspiel für das Viertelfinale zu sichern. 

Playboy des Tages: Der Beliebtheitsgrad von Lukas Schiwy bei den weiblichen Fans lässt sich anhand einer Szene sehr gut beschreiben: Als wir am Sonntag die Halle vor unserem ersten Spiel gegen Holland betreten, dauert es nicht lange bis sich eine Schar von weiblichen Autogrammjägern um Schiwy herum versammelt. Wie eine Riesen-Anakonda über ein Kaninchen  fallen sie dabei über unseren Angreifer her. Doch in seiner gewohnt lässigen und abgeklärten Art gibt er ihnen zu verstehen, dass er für alle seine Fans da ist und jede der (gutaussehenden) Damen ihr persönliches Autogramm bekommt.
Somit hatte Schiwy's Kontaktfreudigkeit während der EM 2013 (ebenfalls in Elblag) nachhaltigen Erfolg...