Heintzi berichtet

 

 

17. Juni 2014

 

 

 

Dzen dobre Elblag (guten Tag Elblag) hieß es heute bereits in aller Frühe für unser Team. Da das letzte Gruppenspiel gegen Marokko bereits um 9:15 Uhr stattfand, bat Sonnenbichler uns bereits um 6:45 Uhr zum Frühstück. 
Wohl gestärkt und voller Tatendrang machten wir uns dann gegen 8 Uhr auf zur Halle. Dort warteten bereits die Afrikaner auf uns und rechneten sich insgeheim minimale Chancen auf  einen Sieg gegen uns aus. Doch diese Rechnung hatten sie leider ohne unseren übergroßen Siegeshunger gemacht.  Wie ein Ameisenbär über einen prachtvollen Ameisenhaufen fielen wir im 1. Satz über den Gegner her und gewannen diesen mit 25:4. Zwar leisteten wir uns im nächsten Spielabschnitt mehrere Eigenfehler, doch auch diesen konnten wir deutlich mit 25:15 gewinnen.Im 3. Satz spielten nun die Marokkaner wesentlich effektiver und lagen bis zum 19:15 ständig in Führung. Doch angepeitscht von Routinier Thomas Renger und Libero Christian Heintz wandelten wir den Rückstand noch in einen 25:22 Erfolg um. Mit diesem 3:0 Sieg sicherten wir uns den 2. Gruppenplatz und müssen morgen im Qualifikationsspiel  gegen die USA bestehen, um ins Viertelfinale einzuziehen. Am Abend stand dann noch eine kurze Trainingseinheit auf dem Programm. Dort wurden spezielle, auf die USA ausgerichtete Spielzüge einstudiert, die anhand einer Videoanalyse von unserem Trainerstab ausgeklügelt wurde. 

Blind vor Liebe: Da zeitgleich mit unserem Marokko-Spiel das Spiel der US-Damen auf dem Nachbar-Court beginnt, müssen wir unseren Capitain Alexander Schiffler vor dem Anpfiff aufs richtige Feld lotsen. Auch während des Matches schweifen seine Blicke immer wieder Richtung US-Girls ab, so dass ihm dabei einfachste Pritschbälle durch die Finger gleiten. 
Doch nach Ende unseres Spiels hat seine Leidenszeit ein Ende: Strahlend wie ein Honigkuchenpferd feuert er seine Gattin Michelle nun während ihrem Match gegen die finnischen Damen an....
Anmerkung: auch der ein oder andere deutsche Spieler steht mit Alex Schiffler am Spielfeldrand und unterstützt die US-Girls mit lautstarken Anfeuerungsrufen-vielleicht ja in der Hoffnung hier seine große Liebe fürs Leben zu finden und ein ähnliches Sitzvolleyball-Märchen wie das Ehepaar Schiffler zu durchleben...