Heintzi berichtet

 

 

17. Juni 2014

 

 

Das Motto zum heutigen Spiel hatte bereits die deutsche Fußball-Nationalmannschaft vor der WM 1994 im besten Lothar-Mathäus-Englisch besungen: ''Far away in America'' schmetterte es damals aus ihren Kehlen... 
Somit ging's heute gegen die USA um den Einzug ins Viertelfinale. 
Einem unsere Akteure schlugen heute zwei Herzen in der Brust: Kapitän Alexander Schiffler, der dieses Jahr während eines mehrwöchigen USA-Aufenthaltes mehrfach mit den Amerikanern trainierte und dessen Frau ja bekanntlich im US-Team der Damen mitspielt, musste dabei gegen seine neu gewonnen Freunde antreten. Würde Alex vielleicht extra schlecht spielen? Und gar jeden seiner Angriffsbälle absichtlich ins Aus schlagen? Befürchtete er sogar, dass er  bei einem Sieg der Deutschen kein Auslandsvisum mehr für die Vereinigten Staaten bekommen würde und dass er dann seine Frau Michelle wieder an die Amis zurück geben müsste? Dem war nicht so... 

 

1. Satz: Erneut ging die deutsche Mannschaft bei dieser WM etwas nervös ins Spiel. Zwar gelangen zu Beginn des Satzes noch einige einstudierte Spielzüge, doch mit zunehmender Spieldauer häuften sich die vermeidbaren Eigenfehler. Die aufopferungsvoll kämpfenden US-Boys standen somit bei eigener 21:17Führung kurz vor dem Satzgewinn. 
Doch diesmal war es eine effektive Aufschlagserie von Heiko Wiesenthal die den Grundstein zum Satzendspurt legte und den damit verbundenen 25:22 Satzgewinn sicherte. 
Spielzeit: 24 Minuten

2. Satz: Fortan gingen die Mannen um Bundestrainer Rudi Sonnenbichler deutlich konzentrierte und konsequenter im Angriffsspiel zu Werke, so dass bei der zweiten technischen Auszeit eine souveräne 16:9 Führung verbucht werden konnte. Kleinere Nachlässigkeiten ließen den Gegner zwar nochmals punkten, doch der Endstand von 25:17 war nie ernsthaft gefährdet. 
Spielzeit: 21 Minuten

3. Satz: Auch im folgenden Spielabschnitt agierte das deutsche Team wesentlich aggressiver als noch zu Spielbeginn. Angepeitscht vom heutigen ''Man of the Match'' Heiko Wiesenthal, geriet auch der 3. Satz zu keinem Zeitpunkt in ernsthafte Gefahr. Auch hier gelang es den Amerikanern mit ihrer kämpferischen Spielweise zwar des Öfteren zu punkten, doch in den entscheidenden Phasen spielte Deutschland seine ganze Erfahrung aus und konnte somit auch den 3. Satz mit 25:18 für sich entscheiden. 
Spielzeit: 22 Minuten

Fazit Heiko Wiesenthal: ,,Wieder einmal sind wir ziemlich nervös in ein Spiel gestartet und mussten gerade am Ende des 1. Satzes um die notwendigen Punkte kämpfen. Mit zunehmender Spieldauer wurden wir dann immer sicherer, ohne jedoch unser gesamtes spielerische Potenzial dabei abzurufen. Morgen wartet nun der seit vier Jahren ungeschlagene und aktuelle Paralympicsieger aus Bosnien-Herzegowina auf uns. Spielerisches Topniveau und kämpferische Leidenschaft wird nötig sein wenn wir den Topfavoriten dieser WM ärgern wollen.''

Langweiler des Tages: Novum in der bisherigen Berichterstattung---Da Heintzi's ''Highlight des Tages'' mittlerweile bei der Mannschaft so gefürchtet ist wie der Steuerprüfer bei Uli Hoeneß, verhält sich die gesamte Mannschaft am heutigen Mittwoch stets vorbildlich und lässt sich zu keinem Fauxpas hinreißen. Selbst todsichere ''Highlight-Kanditaten'' wie Jürgen Vorsatz, Rudi Sonnenbichler oder Alexander Schiffler halten sich heute dezent zurück... 

 

So kann der  arme Verfasser dieses Berichts nur mitteilen, dass heute nichts Außergewöhnliches passiert ist...